Visual Universitätsmedizin Mainz

Rückblick

Kampagne 2016

Kampagne 2013

Kampagne 2011

Kampagne 2009

Kampagne 2007

Offensiv gegen Brustschmerz: die Aufklärungskampagne 2016

Am 15. April 2016 startete die von der Universitätsmedizin Mainz ins Leben gerufene Aufklärungskampagne zum Thema Herzinfarkt und Brustschmerzeinheit (Chest Pain Unit, CPU) – und das bereits zum 5. Mal. Nach wie vor sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen hierzulande mit fast 50 Prozent aller Todesfälle die Haupttodesursache. Alarmierend hierbei: für rund 40 Prozent der von einem Herzinfarkt betroffenen Menschen kommt jede Hilfe zu spät. Sie versterben noch bevor der Notarzt eintrifft – oft auch, weil er zu spät gerufen wird.
Hier gezielte Aufklärungsarbeit zu leisten ist das primäre Ziel der Kampage "Offensiv gegen Brustschmerz". Sie wird vom 1. FSV Mainz 05, Boehringer Ingelheim, der Stiftung Mainzer Herz, der Deutschen Herzstiftung und der Cardiopraxis Mainz unterstützt.
"Es hat sich gezeigt, dass nach einer Aufklärungskampagne die Reaktionszeiten der Patienten wesentlich kürzer sind. Daher ist die gezielte und wiederholte Aufklärung der Bevölkerung, was wann im Notfall zu tun ist, ein entscheidender Faktor, um die Überlebensrate von Herzinfarktpatienten zu erhöhen", unterstreicht der Initiator der Aufklärungskampagne und Direktor des Zentrums für Kardiologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel.

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Vorstellung der Kampagne am 15. April 2016

Das Motto der diesjährigen Kampagne lautet "Immer Erste Liga – Chest Pain Unit – die Anlaufstelle für Patienten mit Brustschmerzen hier in Mainz". Der Slogan ziert Plakate, die vier Wochen lang auf Bussen und Straßenbahnen im Mainzer Stadtgebiet zu sehen sein werden. Zudem wird vor Heimspielen des FSV Mainz 05 auf der Videowall im Stadion ein Aufklärungsvideo gezeigt.

Da Frauen und ältere Patienten bei drohendem Herzinfarkt oft atypische Symptome zeigen, ist es Prof. Münzel und Dr. Michael Todt von der Cardiopraxis Mainz ein besonderes Anliegen, über diese Problematik aufzuklären. "Die atypische Beschwerdesymptomatik bei älteren Patienten im Rahmen eines Herzinfarktes", so Prof. Thomas Münzel, "weist häufig Beschwerden wie Luftnot, Oberbauchbeschwerden oder auch Schweißausbrüche auf. Diese Patienten haben häufig nicht die klassischen Angina pectoris-Schmerzen – lokalisiert hinter dem Brustbein – die in den Hals oder linken Arm ausstrahlen." Beschwerden wie Übelkeit, Oberbauchbeschwerden und Schweißaufbrüche zeigen auch oftmals Frauen. Hinzu kommt, dass sie besonders lange warten, bis sie den Notarzt informieren. "Argumente wie: Ich musste erst noch kochen oder meinen Mann versorgen, hört man oftmals, dabei zählt jede Minute. Zeit ist gewissermaßen Herzmuskel", so Dr. Michael Todt, Arzt in der Cardiopraxis, die ihren Standort an der Universitätsmedizin Mainz hat und über die Notfallsprechstunde CardioAkut eng mit der Chest Pain Unit kooperiert.

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Das Plakatmotiv der Kampagne 2016

 "Gesundheitsaufklärung muss ständig passieren", sagt Birgit Härtle, Science Project Management von der Firma Boehringer Ingelheim, die sich für die Durchführung derartiger Kampagnen einsetzt, und fügt hinzu: "Wir unterstützen gerne Kampagnen, um Patienten insbesondere für den Herz-Risikofaktor Diabetes zu sensibilisieren. Denn nur wer sein persönliches Risiko kennt, kann gezielt vorbeugen; und wer Risikofaktoren für eine Erkrankung vermeidet, erhöht damit seine Lebensqualität und Lebenszeit. Der Infobus zu den Themen Schlaganfall und Diabetes steht am Sonntag, 17. April 2016, vor dem Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 vor der Coface Arena."

Das bekräftigt auch Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05: "Wissen über Risikofaktoren wie Diabetes und ernste Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Herzinfarkt hilft, sich vor diesen zu schützen. Als Verein, der zu jedem Heimspiel Tausende von Fans in der Coface Arena begrüßt und enorme öffentliche Aufmerksamkeit genießen darf, können wir zur Aufklärung und umfassenden Information zum Thema Herzinfarkt beitragen. Wir freuen uns, die Offensive gegen Herzerkrankungen nun schon zum fünften Mal zu unterstützen und langfristig etwas zur Präventionsarbeit beitragen zu können."

 "Wir sind stolz darauf, dass wir mit dem 1. FSV Mainz 05 diese erfolgreichen Awareness-Kampagnen fortsetzen können. Mit dem Sympathieträger Mainz 05 und dem Slogan 'Erste Liga' hoffen wir möglichst viele Menschen in Mainz und Umgebung erreichen zu können“, sagt Prof. Thomas Münzel. "Dass die Chest Pain Unit in Mainz so erfolgreich ist, hat sicherlich auch damit zu tun, dass sie die einzige Anlaufstelle für Patienten mit Brustschmerz in Mainz ist."

Die Chest Pain Unit (CPU) an der Universitätsmedizin Mainz besteht seit dem Jahr 2007 und wurde als zweite solche Einrichtung in Deutschland ins Leben gerufen. Organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ist unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel ein einzigartiges Netzwerk an Chest Pain Units in Deutschland entstanden. Auch vor diesem Hintergrund hat sich die rasche und kompetente Versorgung von Patienten mit Brustschmerzen in Deutschland deutlich verbessert.

Das Aufklärungsvideo zur Kampagne: www.youtube.com/watch

Kampagne 2013

Bei der CPU-Kampagne 2013 im Fokus: der Brustschmerz als Leitsymptom beim Herzinfarkt. Mit zwei Plakatmotiven mit den Titeln "Offensiv gegen Brustschmerz" und "Langfristiger Erfolg ist planbar – auch beim Herzinfarkt". Diese waren drei Monate lang auf Bussen im Mainzer Stadtgebiet sowie auf einem großformatigen Banner an der Nachsorgeklinik (Geb. 701) der Universitätsmedizin zu sehen sein. Im Stadion des FSV Mainz 05 wurde auf der Videowall vor Heimspielen ein Kurzfilm gezeigt.
Prof. Münzel machte deutlich: auch wenn die Brustschmerzkampagnen in Kooperation mit dem 1. FSV Mainz 05 ihren Teil dazu beigetragen haben, die CPU bekannte zu machen, bleibt die Notwendigkeit, immer wieder auf diese Einrichtung hinzuweisen.

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Das CPU-Banner an der Nachsorgeklinik

Plakate der Kampagne 2013

Plakat "Offensiv gegen den Brustschmerz" (Pdf , 2,6 MB)
Plakat "Langfristiger Erfolg ist planbar" (Pdf , 2,8 MB)
Stadion-Video ""Verdacht auf Herzinfarkt?" (MP4 , 78,7 MB)

Kampagne 2011

Plakat am Mainzer Hauptbahnhof im Rahmen der Kampagne 2011
Plakat am Mainzer Hauptbahnhof im Rahmen der Kampagne 2011

Im Jahr 2011 steht der Herzinfarkt beim älteren Patienten im Vordergrund. Herbert Heidel, der Vater von Mainz 05-Manager Christian Heidel, steht Pate für diese Aktion. Alter ist kein Grund, einen Herzinfarkt nicht so gut zu behandeln wie möglich. Im Gegenteil: die prognostischen Effekte durch eine leitliniengerechte Therapie sind bei älteren Patienten noch größer. Insbesondere die Rückkehr in ein aktives Leben bei hoher Lebensqualität kann durch die richtige Therapie immer häufiger gewährleistet werden. Dazu muss der ältere Patient die Hilfe aber auch in Anspruch nehmen.

Plakate der Kampagne 2011

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Kampagne 2009

Nachdem sich die Chest Pain Unit Mainz etabliert hatte, galt es nun die Öffentlichkeit über spezielle Aspekte des Herzinfarkts zu informieren.  Gemeinsam mit dem 1. FSV Mainz 05 und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz sollte in diesem Jahr besonders auf den Herzinfarkt bei Frauen hingewiesen werden. Häufig treten bei einem Infarkt bei Frauen andere Symptome auf als bei Männern. Zudem hat der Herzinfarkt bei Frauen leider auch immer noch eine schlechtere Prognose.

Plakate der Kampagne 2009

Collage mit Plakaten der Kampagne 2009
Collage mit Plakaten der Kampagne 2009

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Kampagne 2007

Im Jahr 2007 starteten wir unsere erste Kampagne. Ziel war es, die Chest Pain Unit und ihr Konzept einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Chest Pain Unit war jung und ambitioniert.
Seitdem hat sich viel getan. Ebenso wie unsere Partner hat sich die Chest Pain Unit etabliert. Der 1. FSV Mainz 05 ist eine feste Größe in der ersten Fußballbundesliga, Jürgen Klopp, der ehemalige Mainzer Trainer ist Deutscher Meister mit dem BVB und die Mainzer CPU gilt als Vorbild für weitere Chest Pain Units in Deutschland.

Plakate der Kampagne 2007

Collage mit Plakaten der Kampagne 2007
Collage mit Plakaten der Kampagne 2007